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Erst denken, dann posten! |
“Think B4 U post!” ist die internetgerechte Kurzformel für “Erst denken, dann posten” und Motto des heutigen Safer Internet Day. Dabei sollten nicht nur die mit dem Aktionstag angesprochenen jungen Internetnutzer die Mahnung verinnerlichen. Auch vielen Erwachsenen ist offenbar nicht bewusst, dass jede ins Netz gestellte private Information dort erst einmal auf unbestimmte Zeit für alle zugänglich ist – und üble Konsequenzen haben kann.
Es sind längst nicht nur die bei solchen Warnungen gern angeführten berauschten Partybilder, die einem noch Jahre später einen Strich durch die Rechnung machen. Ärger droht auch wegen weit weniger delikaten Veröffentlichungen. So könnte sich bespielsweise der Arbeitgeber wundern, wie sein vermeintlich ausgelasteter Mitarbeiter es schafft, während der Arbeitszeit immer wieder per Twitter der Welt mitzuteilen, was ihn gerade beschäftigt. Wer es sich zudem mit Kollegen, Mitschülern oder Freunden verscherzen möchte, braucht sie nur ungefragt in seinen Tweets zu erwähnen oder in Facebook-Kommentaren zu verewigen. Selbst harmlose Lästereien werden online schneller krumm genommen. Wer will schon gerne öffentlich, zusammen mit der ganzen Welt lesen, was die Freunde über ihn tratschen.
Trotz aller Warnungen wird fleißig ungefiltert Persönliches gepostet, getwittert und gebloggt. Selbst auf diesen Seiten kann jeder ohne größere Anstrengung reichlich Informationen über die Autoren zusammentragen. Dass Andreas beispielsweise öfter mal läuft, Heike gern fotografiert und ich keine Weihnachtsdekorationen mag, sind zwar alleine genommen keine hochgeheimen Daten, aber aus allen hier preisgegebenen Mosaikstückchen ließe sich mit der Zeit vermutlich schon ein recht genaues Profil erstellen. Es sei denn, wir hätten an der ein oder anderen Stelle ein wenig geflunkert – aber das würden wir ja nie tun. ;-)
Zum besseren Verinnerlichen: “Think, before you post!” hier nochmal als nettes Filmchen.

11. Februar 2010 - 20:14 Uhr
Hallo, kann ich nur bestätigen.
Bevor man den Mund öffnet, sollte man zuvor das Hirn einschalten. Als User der ersten Stunden, ich war noch mit BTX online, habe ich manche Entgleisungen erlebt.
In Foren lügen die Leute schneller als mein Hund p….elt. Ist auf der anderen Seite wirklich die knackige 18jährige oder ein alter Lustmolch, der mit dem Posting nur seinen Spaß haben will – oder mehr?
Problematischer wird es erst, wenn unsere Schutzbefohlenen in Kreise gezogen werden, die Gefahren enthalten. Hier ist der Elternteil gefragt, der zwar keinen Überwachungsdruck ausüben, jedoch den Umgang im Net beobachten sollte.
Jugendliche sind schnell dabei, wenn es um Kontaktknüpfungen geht, das ist auch gut so, nur man sollte sie darauf hinweisen, daß mit der Preisgabe persönlicher Informationen auch ein Risiko besteht. THINK BEFORE YOU SPEAK – hieß es vor Jahren bei der Army.
Labus.R
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