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Firefox 6 ist da – und schneller als zuvor |
Die finale Version von Firefox 6 ist da, wie üblich zuerst nur auf den Servern von Mozilla. Dort kann man die Versionen für Windows, Linux und MacOS schon vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin am 16. August herunterladen. Und wie erwartet fallen die Änderungen recht klein aus, der Umstieg lohnt sich aber dennoch: Firefox 6 startet nämlich deutlich schneller als die Vorgängerversion.
20 Prozent soll der Tempozuwachs beim Start betragen, was vor allem Nutzer spüren sollen, die Firefox mit vielen Tabs starten lassen. Außerdem lädt Firefox Panorama nur noch explizit gespeicherte Tab-Gruppen, was die Startzeit ebenfalls verkürzt. Allerdings wird die Panoramafunktion wenig genutzt, sie ist in der Standardansicht nicht vorhanden und muss erst aktiviert werden.
Als Nächstes fällt die Hervorhebung der aktuellen Domain in der Adresszeile auf: Sie wird in dunklerem Grau dargestellt als der Rest der URL, so dass man Phishing-Seiten besser erkennen soll. Bei langen, kryptischen URLs dürfte das hilfreich sein.
Sehr praktisch ist auch eine Ergänzung im Add-ons-Manager: Der Reiter Plugins bietet an oberster Stelle jetzt einen Link zur Plug-in-Prüfung. So kann man mit einem Klick feststellen, ob alle installierten Plug-ins aktuell sind. Ist das nicht der Fall, wird angezeigt, warum man aktualisieren sollte, etwa weil die Version veraltet ist oder weil ein Sicherheitsrisiko besteht. Mit einem weiteren Klick lässt sich dann jedes Plug-in ganz einfach auf den neuesten Stand bringen.
Schon in der Betaversion von Firefox 6 konnte man sich das neue Berechtigungsmenü ansehen. Man öffnet es mit dem Befehl “about:permissions”, den man in die Adresszeile eintippt. Anschließend kann man verschiedene Berechtigungen für einzelne Webseiten einstellen – beispielsweise Pop-up-Fenster und Cookies für bestimmte Seiten erlauben, aber die Standortabfrage und das Speichern von Passwörtern verbieten.
Webentwickler dürfen sich über eine Ergänzung bei den Webentwickler-Tools freuen: ein JavaScript-Notizblock, mit dem ausgewählter Text evaluiert werden kann. Ansonsten gab es wie üblich viele technische Verbesserungen und Hunderte von Fehlerkorrekturen, die man bei Mozilla einsehen kann. Unter anderem wurden zehn Sicherheitslücken gestopft, von denen Mozilla acht als kritisch eingestuft hat. Die Lücken können für Drive-by-Downloads missbraucht werden, die den PC beim Besuch einer manipulierten Website mit Schadsoftware infizieren können.
Firefox 7 soll Ende September erscheinen, Firefox 8 Anfang November. Um die Nutzer mit den vielen Versionen nicht zu verwirren, ist übrigens geplant, die Versionsnummern nicht mehr anzuzeigen. Bislang kann man im Hilfe-Menü-Eintrag Über Firefox jederzeit nachsehen, welche Version installiert ist. Zukünftig soll dort lediglich ein Hinweis erscheinen, wann der letzte Update-Check durchgeführt wurde und ob man die aktuelle Version installiert hat. Welche das ist, findet man nur noch heraus, indem man den Befehl about:support in die Adresszeile eintippt. Über Sinn und Nutzen dieser Änderung wird bei Bugzilla derzeit heftig diskutiert.
Hier gibt es Firefox 6 zum Download bei Softwareload. Und hier geht es zum Browser-Special bei Softwareload.
