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“Resthäuser” für Google Street View fotografieren |
Während Datenschützer Google immer mehr Zugeständnisse für einen besseren Datenschutz bei Street View abringen, schlägt Jens Best den gegensätzlichen Weg ein. Der Berliner ruft ganz offiziell dazu auf, die “Resthäuser” zu fotografieren. Er beruft sich dabei auf das “Recht auf freie Fotografie” (§ 59 UrhG, sowie das Urteil des BGH vom 9. März 1989, Az.: I ZR 54/87) und verspricht auf Twitter: “JEDES Haus, das auf #streetview ausgeblendet wird, werde ich fotografieren & geotaggen. WER MACHT MIT?”


Der eine findet es interessant, der andere moralisch verwerflich, dass man dank Internet quasi live dabei sein kann, bei den Natur- und Umweltkatastrophen der jüngsten Zeit. Sicherlich, die Berichterstattung ist manchmal fragwürdig, aber dass Medien mit Katastrophen Quote machen, war schon lange vor Erfindung des Internets normales Tagesgeschäft. Und nicht jeder, der sich in Google Earth die Folgen des Erdbebens von Haiti anschaut, tut das aus Sensationslust. Bei den heutigen Bildern dürfte die Diskussion aber nicht entstehen – die Satellitenbilder der NASA stehen selten im Verdacht, Quote machen zu wollen. Die jüngsten Fotos zeigen den riesigen Ölteppich, der sich nach der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” auf die US-Golfküste zubewegt. Hier wird das Ausmaß der drohenden Katastrophe wirklich deutlich. 


